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28.07.2026

Kühe auf die Weide? Ministerium will die Förderung dafür kippen.

Statt die Landwirt*innen zu stärken, die ihren Milchkühen Weidegang ermöglichen, will das Bundeslandwirtschaftsministerium nun Förderungen streichen. Die Öko-Regelung Weide wurde schon 2024 beschlossen und ist im Gesetz verankert. Aus Rücksicht auf die Bundesländer wurde die Umsetzung verschoben - auf 2026. Nun will das Ministerium die Förderung ganz wegfallen lassen. Das darf nicht sein.

Auf Instagram ist dazu eine rege Debatte entstanden. Auslöser war unter anderen das Video einer Milchbäuerin.

Das BMLEH (Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat) reagierte auf die Beschuldigungen mit einem eigenen Beitrag. Durch diesen will es die Argumente entkräften, doch der Beitrag enthält mehrere inhaltliche Fehler.

So argumentiert das BMLEH, dass es bisher keine Weideprämie gibt. Das ist zwar richtig, aber nur, weil die Einführung auf Wunsch der Bundeländer auf Ende 2026 verschoben wurde. Die Regelung an sich wurde bereits 2024 beschlossen und gesetzlich verankert.
Weiterhin verweist das BMLEH auf die Mutterkuhförderung, doch diese Prämie gilt nur für Fleischrinder und hat nichts mit den Milchkühen zu tun.
Mehr zur Richtigstellung finden Sie auf Instagram.

Es wäre ein Armutszeugnis, wenn es dem BMLEH gelingen würde, die Weideprämie auf den letzten Metern noch auszubremsen. Denn immer weniger Milchkühe haben Weidegang. Dabei erbringen Kühe auf der Weide wichtige Leistungen für die Biodiversität. 

Mehr zu dem Thema Weide und Klimaschutz können Sie hier, im Jahresbrief 2023 der Zukunftsstiftung Landwirtschaft, lesen.

Eine grüne Weide an einem Hang mit mehreren vor allem schwarzen Kühen.
Foto: Annika Bromberg

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