Geschichte Saatgutfonds

Der Saatgutfonds

Im Jahr 1996, noch vor Gründung der Zukunftsstiftung Landwirtschaft, wurde der Saatgutfonds durch Dirk Lücke und Albert Fink gegründet. Mit einem Startkapital von 140.000 Mark wurden dann im Frühjahr 1996 die ersten biologisch-dynamisch arbeitenden Pflanzenzüchtungsinitiativen gefördert. Die Gründer hatten früh das zunehmende Bestreben erkannt, die Gentechnik salonfähig zu machen und sie sahen die Gefahren, die damit einhergehen. Ziel war es nun, mit der ökologischen Pflanzenzüchtung ein Arbeitsfeld zu stützen, welches auch in Zukunft sicherstellen kann, dass es für den Biolandbau geeignete, robuste, vielfältige und gentechnikfreie Sorten gibt. Seitdem bemüht sich das Team des Saatgutfonds jährlich um Spenden und Förderungen von Privatpersonen, an Nachhaltigkeit interessierten Unternehmen und Stiftungen. Spenden, die in einem Jahr eingegangen sind, werden im darauffolgenden Jahr an die Züchtungsinitiativen verteilt.
Seit Gründung wurden 35 Initiativen an über 50 Standorten im Bereich der ökologischen Pflanzenzüchtung mit einem Gesamtvolumen von etwa 22 Mio. Euro gefördert. All das war möglich dank der zahlreichen, großzügigen und langjährigen Unterstützung durch die Spender*innen und Spender, Biounternehmen und Stiftungen. 

grüne Getreideähren
Foto: Stephan Münnich

Zahlen und Eckdaten

1991    Eine der ersten bio-dynamisch gezüchteten Sorten, der Rotkohl Rodynda, wird zugelassen.
1996    Gründung des Saatgutfonds durch Dirk Lücke und Albert Fink: Startkapital 140.000 DM – Ziel ist die Förderung der bestehenden biologisch-dynamischen Pflanzenzüchtungsinitiativen
1998    Förderung von insgesamt sechs Gemüse- und Getreidezüchtungsinitiativen mit insgesamt 184.000 DM
1998    Die bis heute beliebte und nachgefragte Möhrensorte Rodelika wird zugelassen
2002    Eine der ersten ökologisch gezüchteten Getreidesorten, der Winterweizen Alkor, wird zugelassen.
2000    Der Saatgutfonds wird in die neue gegründete Zukunftsstiftung Landwirtschaft integriert
2007    Das erste Obstprojekt (Apfelzüchtung) wird vom Saatgutfonds gefördert
2010    Die erste biologisch-organische Züchtungsinitiative wird Förderprojekt
2015    Erstmals erhält der Saatgutfonds über 1 Mio. Euro an Spenden.
2022    Erstmals erhält der Saatgutfonds über 2 Mio. Euro an Spenden
2023/24 Auf ca. 35.700 Hektar werden Getreidesorten der geförderten Züchtungsinitiativen angebaut. Das entspricht der Größe von 51.000 Fußballfeldern.
2025    Etwa 200 Sorten (Gemüse und Getreide) aus ökologischer Züchtung der vom Saatgutfonds geförderten Initiativen sind zurzeit zugelassen.
2025    Insgesamt 13 Initiativen an etwa 40 Standorten werden mit insgesamt 1,8 Mio. Euro gefördert.