03.02.2015

1 Million für den Saatgutfonds

Der Saatgutfonds der Zukunftsstiftung Landwirtschaft konnte im Jahr 2014 das erste Mal eine Spendenhöhe von über 1 Million Euro verzeichnen. Mit dem Geld wird die biologische und biologisch-dynamische Züchtungsforschung der Getreide-, Gemüse- und Obstzüchtung unterstützt. Ziel ist unter anderem, vielfältige und fruchtbare Sorten zu züchten.  

Oliver Willing, Geschäftsführer der Zukunftsstiftung Landwirtschaft, betont die Bedeutung dieser Forschung für den ökologischen Landbau: „Nur eine eigenständige ökologische Züchtung ist der Garant für Saatgut ohne Gentechnik und Patente. Die Million ist ein starkes Zeichen unserer Spender – und notwendig, um ein wesentliches Fundament des Ökolandbaus zu stärken.“

Die Arbeit der durch den Saatgutfonds unterstützten Initiativen wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. So gewannen vom Saatgutfonds geförderte Projekte in den letzten vier Jahren dreimal den renommierten Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Zuletzt wurden mit diesem Preis im Januar 2015 Gemüsezuchtbetriebe des Vereins Kultursaat e.V. ausgezeichnet, der bereits seit fast 20 Jahren durch den Saatgutfonds unterstützt wird.

Der Saatgutfonds wird von zahlreichen Privatpersonen, Stiftungen Verbänden und Unternehmen der Bio-Branche unterstützt. Seit der Gründung 1996 konnten mit seiner Hilfe mehr als 60 neue Gemüse- und Getreidesorten für den Biolandbau entwickelt werden. Die Entwicklung einer neuen Sorte erfordert zehn bis 15 Jahre Züchtungsarbeit und kostet mehr als 600.000 €.Der aktuelle Bedarf der geförderten Projekte liegt bei 2,5 Millionen Euro.

Der Saatgutfonds wird von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft betreut. Sie engagiert sich für die Weiterentwicklung der ökologischen Landwirtschaft und ist als gemeinnützige, unselbständige Stiftung innerhalb der GLS Treuhand e.V. organisiert.

Die Pressemeldung zur Nachricht finden Sie hier.

Weitere Informationen zu der Arbeit des Saatgutfonds und der Zukunftsstiftung Landwirtschaft finden Sie hier.