26.04.2022

Patente bremsen auch die ökologische Züchtung aus (BR-Filmbeitrag)

Patente sollen Erfindung über einen bestimmten Zeitraum schützen und somit für die Erfinder*innen rentabel machen. Dieses Vorgehen, das ursprünglich für technische Erfindungen gedacht war, wird immer mehr auch auf Pflanzen und Tiere angewendet.

So z.B. auch im Fall von Braugerste. Hier wurde ein Patent erteilt für eine Gerste mit speziellen Inhaltsstoffen, hervorgegangen aus einem klassischen Züchtungsvorgang. Auf Pflanzen und Tiere aus klassischer Züchtung dürfen jedoch keine Patente erteilt werden. Und doch machen große Firmen immer wieder erfolgreich den Versuch sich „Rohstoffe“ nur für ihr Unternehmen durch solche Patente zu sichern.

Dies kann auch ökologisch arbeitende Züchter*innen (wie den Getreidezüchter Dr. Karl-Josef Müller) beeinflussen. Denn sollten die von ihnen gezüchteten Sorten Eigenschaften aufweisen, die durch ein Patent geschützt sind, war der jahrzehntelange Züchtungsprozess umsonst. Der Bayrische Rundfunk hat zu diesem wichtigen Thema einen 5-minütigen Filmbeitrag veröffentlicht, der auch einen Einblick in die Züchtungsarbeit von Dr. Müller ermöglicht. Seine Züchtungsarbeit wird seit 25 Jahren durch den Saatgutfonds gefördert.

Hier geht es zum Filmbeitrag in der Mediathek des BR.

 

 

Die erste ökologisch gezüchtete Braugerste aus der Züchtungsforschung von Dr. Müller auf dem Feld; Foto: P. Schierning

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