25.01.2022

Genschere = natürliche Selektion?

Die zu den neuen Gentechniken gezählte Genscheren (z.B. CRISPR/Cas), wird von Befürwortern der Technik immer als besonders sicher beschrieben. Die Technik ist der natürlichen Selektion so ähnlich, dass es keine Unterschiede zwischen einer klassischen Züchtung und der Arbeit mit Genscheren geben würde. Doch stimmt das wirklich?

Wissenschaftler stellten fest, dass es natürliche Mechanismen in Pflanzen gibt, die Veränderungen an bestimmten, besonders schützenswerten Genen sofort wieder beheben. Hierbei handelt es sich um Genabschnitte, die vor Allem für die Fortbestehung der Art wichtig sind. Es gibt also evolutionsbiologische Mechanismen, die bestimmte Genabschnitte vor Veränderungen schützen sollen (zu den Ergebnissen wurde ein Artikel in der Zeitschrift Nature veröffentlichten).

Durch Genscheren jedoch können auch diese Genabschnitte verändert und die natürlichen Reparaturmechanismus außer Kraft gesetzt werden. Auch ohne das Einbringen von artfremden Genen können durch die Genschere tiefgreifende Veränderungen bei den Pflanzen hervorgerufen werden. Diese Veränderungen sind somit nicht vergleichbar mit Veränderungen, die über klassische Züchtung/Kreuzung erreicht werden können!

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